Unser Team besteht aus vielen unterschiedlichen Charakteren mit spannenden Karrierewegen. Heute stellen wir Euch unsere Kollegin Stefanie Koß vor. Im Interview sprachen wir mit dem Multitalent über ihren Karriereweg, den Wechsel aus der Wissenschaft in die Beratung und fragten, was sie antreibt.
Hallo Stefanie. Zunächst würden wir gerne wissen: Was treibt dich an?
Ich bin ein Mensch, der sich schnell für viele Dinge begeistern kann. Besonders interessieren mich alle Sportarten, die mit einem Ball zu tun haben. Ich habe zum Beispiel schon früh mit Tischtennis angefangen und war auch Trainerin im Verein und im Hochschulsport.
Generell interessierte ich mich dafür, wie Dinge funktionieren. In letzter Zeit habe ich mich mehr mit dem Küchenbau beschäftigt. Ich hatte immer mehr Ideen, wie die Küche besser nach meinen Wünschen gebaut werden könnte und wollte diese auch selbst umsetzen können. Ähnlich verhält es sich mit meinem Fahrrad, das ich gerne als Fortbewegungsmittel benutze und gelegentlich reparieren muss. Außerdem spiele ich sehr gerne Gesellschaftsspiele mit meinen Freund:innen und singe gerne im Chor.
Wie bist du zur IT-Sicherheit gekommen?
Eigentlich durch einen Zufall. Ich habe mein Informatikstudium in Aachen mit einem Master abgeschlossen. Während des Studiums habe ich mich hauptsächlich mit Themen der theoretischen Informatik beschäftigt. Meinen ersten Kontakt zur IT-Sicherheit hatte ich während eines Auslandssemesters in Edinburgh. Dort belegte ich das Fach Computer Security. Besonders begeisterten mich die vielen praktischen Übungen. Nach dem Studium nahm ich zunächst eine Stelle am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie an. Dort arbeitete ich unter anderem an der Weiterentwicklung und Optimierung eines Schwachstellenscanners, der mittels statischer Analyse Sicherheitslücken in Android-Apps und Java-Anwendungen findet – mein Interesse an der IT-Security war geweckt.
Was hat dich dazu bewogen in die Industrie zu gehen?
Ich wollte neue Erfahrungen sammeln, vor allem eigene Projekte entwickeln und mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten. Am Anfang wusste ich nicht genau, in welche Richtung ich gehen wollte. Ich konnte mir mehrere Möglichkeiten vorstellen: Softwareentwicklerin, etwas explizit mit IT-Sicherheit oder sogar eine Lehrtätigkeit.
Wie hast du deine Entscheidung schlussendlich getroffen?
Ich habe mich im Internet informiert und bin auf den Beruf des Consultant gestoßen. Das hat mir sofort gefallen, weil ich an verschiedenen Kundenprojekten arbeiten und unterschiedliche Branchen kennenlernen kann. Außerdem suchte ich einen Job, den ich mit meinem Interesse für IT-Sicherheit und Projektmanagement verbinden konnte.
Wieso hast du dich für die carmasec entschieden?
Bei carmasec kann ich mich nach meinen Wünschen weiterentwickeln und an verschiedenen Themen arbeiten. Als Beraterin finde ich es wichtig, dass man nicht einfach irgendeinen Kunden oder irgendein Projekt zugeteilt bekommt, sondern dass es zu einem passt und einen interessiert. Genau das bekomme ich hier geboten.
Weißt du schon, was die Zukunft für dich bereithält?
Aktuell habe ich noch keine langfristigen Pläne. Im Moment konzentriere ich mich weiterhin auf das Projektmanagement. Ich kann mir aber auch vorstellen, Abschlussarbeiten zu betreuen und möchte mich auch noch tiefer in das Informationssicherheitsmanagement einarbeiten. Generell möchte ich noch viel lernen und sehen.
Wir beschäftigen uns viel mit dem Thema Diversität und wir wissen bereits, dass Frauen in technischen Berufen unterrepräsentiert sind. Gibt es negative Erfahrungen die du machen musstest?
Bisher habe ich keine großen negativen Erfahrungen gemacht. Ich finde es aber schade, wenn veraltete Phrasen wie “die Jungs aus der IT” verwendet werden. Damit werden definitiv nicht alle Menschen angesprochen und das vermittelt ein falsches Bild. Ich habe auch schon erlebt, dass manche Leute ihren normalen Sprachgebrauch ändern, nur weil ich im Raum bin. Mein Tipp: Wenn Ihr wollt, dass sich die Personen in Eurem Umfeld mit Euch wohlfühlen, reflektiert gelegentlich Euren eigenen Sprachgebrauch.
Danke für das Interview!
Wachsen, wo Sicherheit mehr als ein Job ist.
Wir denken Cybersicherheit weiter. Aus Begeisterung, aus Neugier, aus Überzeugung. Bei carmasec hat jede:r die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und dabei ein Team im Rücken zu haben. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, mit Vertrauen, Transparenz und dem gemeinsamen Ziel, wirklich etwas zu bewegen.
Das carmasec-Redaktionsteam erläutert in diesem Beitrag, warum es sinnvoll sein kann, gezielt Ausnahmen für Sicherheitssysteme wie IPS und WAFs mittels Allow Listing zu definieren und wie diese Methode Pentester:innen ermöglicht, effizient und störungsfrei zu arbeiten.
Wann ist der Einsatz von Allow Lists bei Pentests sinnvoll?
Wenn ein Penetrationstest ansteht, taucht schnell die Frage auf: Soll die IP-Adresse der Pentester auf eine „Allow List“ gesetzt werden, um Systeme wie Intrusion Prevention Systeme (IPS) oder Web Application Firewalls (WAFs) zu umgehen? Meine Erfahrung zeigt: Das kann die Testergebnisse nicht nur präziser, sondern auch wertvoller machen.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wann es sinnvoll ist, Pentester:innen die üblichen Sicherheitsbarrieren gezielt überspringen zu lassen.
Eine Einordnung: Welche Aufgabe haben IPS und WAFs und warum können sie einen Pentest verzögern?
IPS-Systeme und WAFs sollen Angriffe erkennen und blockieren – etwa durch die Erkennung von Port-Scans, SQL-Injections oder massenhaften automatisierten Anfragen. Wenn diese Systeme eine als „verdächtig“ eingestufte Aktivität aufspüren, reagieren sie oft mit einer Drosselung des Datenverkehrs oder der Sperrung der Quell-IP-Adresse, manchmal für eine gewisse Zeit – manchmal sogar komplett. Im Alltag ist dies ein erwünschtes Verhalten. Im Falle eines Pentests können diese Sicherheitsmaßnahmen jedoch das eigentliche Testziel stark beeinträchtigen.
Zeit ist der entscheidende Faktor
IPS und WAFs sind darauf ausgelegt, Angreifer abzuwehren und dir Zeit zu verschaffen, bei einem Angriff angemessen zu reagieren. Doch bei einem Penetrationstest können diese Schutzmaßnahmen den Ablauf erheblich stören. Ein Security Assessment ist auf ein festes Zeitfenster begrenzt. Erkennen die Security-Systeme Pentester fälschlicherweise als Angreifer, könnten beispielsweise ihre IP-Adressen blockiert werden. Das führt zu Verzögerungen im Testablauf, wodurch Schwachstellen übersehen werden und die Effizienz des Tests sinkt.
Am Ende zahlst du als Kunde für ein Assessment, das nicht sein volles Potenzial entfalten konnte.
Bei realen Angriffen hingegen haben die Hacker alle Zeit der Welt. Sie können ihre Aktionen verlangsamen und ein paar Anfragen über Tage oder Wochen hinweg senden, um unentdeckt zu bleiben.
Eine Allow List ermöglicht es den Pentestern, ohne Unterbrechung zu arbeiten und Schwachstellen direkt und effizient zu analysieren. So bleibt der Fokus auf der eigentlichen Aufgabe: Deine Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen.
Der Testfokus liegt auf deinen Systemen, nicht auf der Sicherheitsperipherie
In den meisten Fällen hat ein Pentest zum Ziel, die Sicherheit deiner Applikationen oder Infrastruktur zu überprüfen – nicht die vorgelagerten IPS- oder WAFs-Systeme. Diese Schutzmaßnahmen erschweren es Angreifern, in dein System einzudringen.
Pentester, die direkten Zugriff haben, können deine tatsächlichen Assets auf Schwachstellen testen – und nicht nur die Security-Systeme davor.
Natürlich kann das Testen von IPS oder WAFs selbst sinnvoll sein, aber das ist ein gesondertes Ziel, das separat beauftragt und im Scope entsprechend festgehalten werden sollte.
Sind Allow Lists auch für interne Pentests sinnvoll?
Allow Lists sind nicht nur für externe Pentests nützlich. Auch bei internen Tests kann es sinnvoll sein, einzelne Ordner oder Systeme für Antivirenprogramme (AV) und für die Endpoint Detection and Response Systeme (EDR) gezielt auszuschließen. Das hängt vom Testziel ab: Wenn du beispielsweise Deine SIEM-Erkennungsmechanismen oder die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle evaluieren möchtest, kannst du mit Allow Lists wertvolle Zeit sparen, da sich deine Pentester auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren können.
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Sicherheit validieren, bevor Angreifende den ersten Schritt setzen. Penetration Testing, Red Teaming und Angriffssimulationen von Senior-Expert:innen, die wissen, wie Hacker denken.