Passwörter sind bis heute die am weitesten verbreitete Methode zum Schutz digitaler Zugänge. Doch in der heutigen Zeit werden sie zunehmend zur Schwachstelle: Phishing, Datenlecks, Brute-Force-Angriffe und die Wiederverwendung von Passwörtern lassen herkömmliche Authentifizierungssysteme immer mehr zum Sicherheitsrisiko werden.

Passwörter stellen zudem eine organisatorische Belastung dar – von den wiederkehrenden IT-Support-Anfragen bis hin zur Durchsetzung komplexer Passwort-Richtlinien und dem aufwändigen Einsatz von Passwortmanagern.

Mehr Sicherheit, mehr Komfort: Deshalb sind Passkeys die bessere Wahl für dein Unternehmen

 

Passkeys gewinnen als sichere und komfortable Alternative zu klassischen Passwörtern zunehmend an Popularität. Sie werden von großen Technologieplattformen wie Google, Apple und Microsoft aktiv unterstützt und auch immer mehr SaaS-Lösungen und Business-Tools integrieren Passkeys nativ in ihre Anwendungen. Prognosen gehen davon aus, dass Passkeys in den nächsten Jahren zum Standard in der Authentifizierung werden.

Was sind Passkeys und wie funktionieren sie?

Passkeys basieren auf der Public-Key-Kryptografie. Die Technologie ist erprobt und bietet ein hohes Maß an Sicherheit. Anstelle eines Passworts wird ein digitales Schlüsselpaar verwendet:

  1. Der private Schlüssel wird sicher auf dem Gerät des Nutzers gespeichert.
  2. Der öffentliche Schlüssel verbleibt beim Dienstanbieter.

Bei der Anmeldung erzeugt der Dienstanbieter eine kryptografische Challenge, die mit dem privaten Schlüssel signiert wird. Der öffentliche Schlüssel überprüft die Signatur und gewährt bei Übereinstimmung den Zugriff.

Warum sind Passkeys sicherer als herkömmliche Passwörter?

  • Keine zentrale Speicherung: Passkeys eliminieren das Risiko von Datenlecks, da sensible Informationen wie Passwörter nicht in zentralen Datenbanken gespeichert werden müssen.
  • Phishing-Resistenz: Selbst wenn Nutzer auf gefälschte Webseiten gelangen, können Passkeys nicht abgefangen oder missbraucht werden.
  • Schutz vor Man-in-the-Middle-Angriffen: Die kryptografische Signatur verhindert, dass sich Angreifer zwischen Nutzer und Dienstanbieter schalten können.

Warum sind Passkeys benutzerfreundlicher?

  • Kein Passwort merken oder eingeben: Passkeys eliminieren die Notwendigkeit, sich komplexe Passwörter zu merken oder manuell einzugeben, da die Authentifizierung automatisch über das Gerät erfolgt.
  • Schnelle und einfache Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über eine biometrische Bestätigung (Gesichtserkennung, Fingerabdruck) oder eine einfache PIN, wodurch der Anmeldevorgang deutlich beschleunigt wird.
  • Automatische Synchronisierung: Passkeys werden sicher auf dem Gerät gespeichert und können über vertrauenswürdige Cloud-Dienste plattformübergreifend synchronisiert werden, so dass sie jederzeit verfügbar sind.

 

Passkeys und Compliance

  • DSGVO-Konformität: Passkeys unterstützen Unternehmen bei der Einhaltung der DSGVO, da keine persönlichen Passwörter gespeichert werden.
  • Einhaltung von Sicherheitsstandards: Durch den Einsatz von Passkeys werden Standards wie ISO 27001 in den Bereichen Authentifizierung und Zugangskontrolle unterstützt.
  • Branchenspezifische Vorteile: Besonders Branchen mit hohen Sicherheitsanforderungen wie der Finanzsektor oder das Gesundheitswesen profitieren von den Sicherheitsvorteilen der Passkeys.

Indem du auf Passkeys wechselst, kannst du Sicherheitsrisiken reduzieren, Kosten senken und den Arbeitsalltag deiner Kolleg:innen vereinfachen.

Wie kannst du Passkeys erfolgreich in dein Unternehmen integrieren?

Die Einführung von Passkeys erfordert eine durchdachte Strategie, um technische Hürden zu überwinden und die Nutzerakzeptanz zu fördern. Wichtige Aspekte sind dabei:

Technische Integration:
Ältere Systeme unterstützen oft keine passwortlose Authentifizierung. Hier können Middleware-Systeme helfen, Passkeys in bestehende IT-Umgebungen einzubinden. Langfristig empfiehlt sich der Aufbau einer FIDO2-kompatiblen Infrastruktur.

Interoperabilität:
Passkeys müssen auf unterschiedlichen Geräten und Plattformen nahtlos funktionieren. Standards wie FIDO2 und die Unterstützung großer Anbieter erleichtern die Umsetzung.

Nutzerakzeptanz:
Viele Nutzer empfinden den neuen Login-Prozess anfangs als „zu einfach“ und unsicher. Hier hilft eine klare Kommunikation und Aufklärung über die Vorteile von Passkeys, z.B. in Form von regelmäßigen Schulungen.

Backup-Lösungen:
Passkeys sind oft gerätegebunden – Dein Unternehmen sollte hierfür Alternativen bereitstellen. Möglichkeiten hierfür sind Zweitgeräte, Recovery-Codes oder Cloud-Synchronisierung.

Eine Hybridlösung aus Passkeys und klassischen Authentifizierungsverfahren kann den Übergang erleichtern und die Sicherheit schrittweise erhöhen.

Unser Fazit: Passkeys sind ein strategischer Vorteil für dein Unternehmen

Passkeys bieten Unternehmen klare strategische Vorteile in der modernen Authentifizierung:

  1. Höhere Sicherheit & Compliance: Passkeys minimieren Cyberrisiken, erleichtern die Einhaltung von Compliance-Vorgaben und schützen Unternehmen vor Cyber-Bedrohungen.
  2. Kostensenkung & Effizienz: Weniger Passwort-Resets entlasten den IT-Support, sparen Kosten und steigern die Produktivität, da Mitarbeitende nicht durch vergessene Passwörter ausgebremst werden.
  3. Einfache Implementierung ohne zusätzliche Kosten: Passkeys funktionieren mit vorhandener Hardware wie Laptops und Smartphones, so dass keine teuren Hardware- oder Software-Token benötigt werden.

Für IT-Leiter und CISOs ist die Einführung von Passkeys eine strategische Entscheidung, um das Unternehmen langfristig abzusichern. Sie reduzieren Angriffsflächen, verbessern die Benutzerfreundlichkeit und sorgen für eine zukunftssichere Authentifizierungsstrategie.

Ausblick: Die Zukunft ist passwortfrei

Die Entwicklung geht eindeutig in Richtung einer durchgängigen, passwortlosen Identifikation. Unternehmen, die frühzeitig auf Passkeys setzen, profitieren von erhöhter Sicherheit, reduzierten IT-Kosten und einer verbesserten Nutzerfahrung. Passwortlose Accounts werden bald Standard sein – und Passkeys sind der Schlüssel zu dieser Zukunft.

 

Wie sieht die Passkeys-Strategie für dein Unternehmen aus?

 

Möchtest du mehr über Passkey und die Integration in deine Systeme wissen?

Lass uns über Deine Anforderungen sprechen.

Ein Abend, bei dem der offene Austausch im Mittelpunkt steht.
Am 26. Juni 2025 treffen sich in Köln Menschen aus der IT Security mit unterschiedlichen Hintergründen. Was sie verbindet, ist die geteilte Überzeugung, voneinander zu lernen, Themen offen zu besprechen und persönliche Kontakte zu vertiefen.

Tauche ein in die Welt der Cybersicherheit und werde Teil einer wachsenden Community.
Beim nächsten friends of carmasec Event erwarten dich anregende Gespräche, neue Denkanstöße und viele Gelegenheiten, dich mit anderen zu vernetzen – in einer offenen und persönlichen Atmosphäre..

Ablauf:

Ablauf:

18:00 Uhr: Treffen und Networking in unseren Büroräumen
18:45 Uhr: Gemeinsamer Wechsel in ein Restaurant (Details folgen)
19:00 Uhr: Abendessen und Austausch in entspannter Atmosphäre

Was erwartet dich bei unseren Events?

Unsere Treffen sind die perfekte Gelegenheit, um:

  • Dich mit Cyber Security-Expert:innen und Gleichgesinnten auszutauschen.
  • Neue Perspektiven und Impulse für Deine Arbeit zu gewinnen.
  • Wertvolle Kontakte in einer Community zu knüpfen, die bereits über 100 Mitglieder zählt.

Sicherheit, die funktioniert – Strategien, Best Practices und Fehler, die du vermeiden solltest

Die Cloud bietet viele Chancen – wenn man sie sicher nutzt. Ohne klare Regeln und Schutzmaßnahmen entstehen Sicherheitslücken, hohe Kosten oder Datenverluste.

In unserer Webinarreihe erfährst du, wie du die AWS Cloud von Grund auf sicher aufbaust, typische Fehler vermeidest und deine Cloud-Strategie nachhaltig absicherst.

AWS Cloud Security Essentials Teil 2:
Compliance & Cloud Governance

Datum: 19.03.2025
Uhrzeit: 11:00 – 11:45 Uhr
Speaker: Senior Security Consultant Dominik Sturm

Wie sorgst du in Deiner AWS Cloud für Governance und Compliance?

Viele Unternehmen denken: „Die Cloud Service Provider kümmern sich um Sicherheit, ich muss nichts tun.“ Doch ohne klare Prozesse und Regeln kann es schnell kritisch werden.

In diesem Webinar erfährst du:

  • Welche Compliance-Vorgaben du auch in der Cloud beachten musst
  • Wie du den für dein Unternehmen passenden Cloud Dienstleister findest
  • Wie du dein Unternehmen vor Datenverlust schützt
  • Warum Backups und eine Exit-Strategie wichtig sind

Dein Mehrwert:

Wir zeigen, wie du Verantwortlichkeiten klärst und vermeidest, dass dir Sicherheitsrisiken oder rechtliche Probleme später auf die Füße fallen.

Sicherheit, die funktioniert – Strategien, Best Practices und Fehler, die du vermeiden solltest

Die Cloud bietet viele Chancen – wenn man sie sicher nutzt. Ohne klare Regeln und Schutzmaßnahmen entstehen Sicherheitslücken, hohe Kosten oder Datenverluste.

In unserer Webinarreihe erfährst du, wie Du die AWS Cloud von Grund auf sicher aufbaust, typische Fehler vermeidest und deine Cloud-Strategie nachhaltig absicherst.

AWS Cloud Security Essentials Teil 1:
Wie baue ich eine sichere AWS-Umgebung auf?

Datum: 05.03.2025
Uhrzeit: 11:00 – 11:45 Uhr
Speaker: Information Security Consultant Robin Südkamp

Viele Unternehmen nutzen AWS, ohne sich Gedanken über Sicherheit zu machen. In diesem Webinar erklären wir, was eine Landing Zone ist, wie du Managed Services integrierst und mit welchen Tools du eine stabile, sichere Cloud Umgebung aufbaust.

Das nimmst du mit:

  • Wie eine klare Cloud-Architektur aussieht
  • Welche Sicherheitsmechanismen du von Anfang an brauchst
  • Wie du Security Tools richtig einrichtest

Dein Mehrwert:

Lerne Strategien und Tools kennen, mit denen du deine AWS Cloud von Anfang an sicher gestaltest.

 

Sicherheit, die funktioniert – Strategien, Best Practices und Fehler, die du vermeiden solltest

Die Cloud bietet viele Chancen – wenn man sie sicher nutzt. Ohne klare Regeln und Schutzmaßnahmen entstehen Sicherheitslücken, hohe Kosten oder Datenverluste.

In unserer Webinarreihe erfährst du, wie du die AWS Cloud von Grund auf sicher aufbaust, typische Fehler vermeidest und deine Cloud-Strategie nachhaltig absicherst.

AWS Cloud Security Essentials Teil 3:
Risks, Fuckups & Best Practices

Datum: 02.04.2025
Uhrzeit: 11:00 – 11:45 Uhr
Speaker: Senior Security Consultant Patrick Brooks

Welche Fehler können in der AWS-Cloud passieren – und wie kannst du sie verhindern?

Viele Unternehmen stolpern über die gleichen Probleme:

  • Zu viele Berechtigungen → Ungewollte Sicherheitslücken
  • Falsch konfigurierte Dienste → Teure Überraschungen
  • Unklare Verantwortlichkeiten → Sicherheitsrisiken

Dein Mehrwert:

Wir zeigen dir anhand realer Fälle, was in der AWS Cloud schiefgehen kann – und wie du es von Anfang an besser machst.
Mit Hilfe einer Live Demo und unseren Best Practices weißt du, wie du deine AWS-Umgebung absicherst und typische Fehler vermeidest.

Ein Macbook Tastatur mit zwei Händen. Drüber ist ein User Login eingeblendet.

Während unterschiedlichste IT-Sicherheitsmaßnahmen bei Unternehmen bekannt sind, wird die Bedrohung durch eine Kompromittierung der Passwörter von Mitarbeiter:innen oft unterschätzt. In der Regel fällt der Diebstahl unternehmenseigener Zugangsdaten erst auf, wenn bereits große Schäden angerichtet wurden. Um sich hiervor effektiv zu schützen, benötigen Unternehmen eine systematische Herangehensweise zur Auswahl und dem Einsatz geeigneter Maßnahmen.

In seinem Whitepaper erläutert Cyber Security Consultant Dr. Timo Malderle typische Angriffsvektoren des Identitätsdiebstahls. Dazu gehören beispielsweise die Mehrfachnutzung von Passwörtern sowohl im unternehmerischen als auch im privaten Kontext sowie die Verwendung von schwachen Zugangsdaten, die für Kriminelle leicht zu erraten sind. Zudem stellt der Experte für Cybersicherheit sieben Security-Tipps vor, mit denen Unternehmen die eigene Sicherheit bezüglich der Passwort-Authentifikation deutlich ausbauen können.

Lade dir dein Whitepaper herunter um den Identitätsdiebstahl vorzubeugen

So gelangst du zu deinem kostenlosen Whitepaper:

1. Fülle das Formular aus und klicke auf „senden“.
2. Schaue in deine Mail und bestätige deine E-Mail-Adresse.
3. Du bekommst von uns eine E-Mail mit dem Download-Link.

Unser Team besteht aus vielen unterschiedlichen Charakteren mit spannenden Karrierewegen. Heute stellen wir Euch unsere Kollegin Stefanie Koß vor. Im Interview sprachen wir mit dem Multitalent über ihren Karriereweg, den Wechsel aus der Wissenschaft in die Beratung und fragten, was sie antreibt.

Porträtfoto von Stefanie Nagel, Senior Security Consultant bei der carmasec.

Hallo Stefanie. Zunächst würden wir gerne wissen: Was treibt dich an?

Ich bin ein Mensch, der sich schnell für viele Dinge begeistern kann. Besonders interessieren mich alle Sportarten, die mit einem Ball zu tun haben. Ich habe zum Beispiel schon früh mit Tischtennis angefangen und war auch Trainerin im Verein und im Hochschulsport.

Generell interessierte ich mich dafür, wie Dinge funktionieren. In letzter Zeit habe ich mich mehr mit dem Küchenbau beschäftigt. Ich hatte immer mehr Ideen, wie die Küche besser nach meinen Wünschen gebaut werden könnte und wollte diese auch selbst umsetzen können. Ähnlich verhält es sich mit meinem Fahrrad, das ich gerne als Fortbewegungsmittel benutze und gelegentlich reparieren muss. Außerdem spiele ich sehr gerne Gesellschaftsspiele mit meinen Freund:innen und singe gerne im Chor.

Wie bist du zur IT-Sicherheit gekommen?

Eigentlich durch einen Zufall. Ich habe mein Informatikstudium in Aachen mit einem Master abgeschlossen. Während des Studiums habe ich mich hauptsächlich mit Themen der theoretischen Informatik beschäftigt. Meinen ersten Kontakt zur IT-Sicherheit hatte ich während eines Auslandssemesters in Edinburgh. Dort belegte ich das Fach Computer Security. Besonders begeisterten mich die vielen praktischen Übungen. Nach dem Studium nahm ich zunächst eine Stelle am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie an. Dort arbeitete ich unter anderem an der Weiterentwicklung und Optimierung eines Schwachstellenscanners, der mittels statischer Analyse Sicherheitslücken in Android-Apps und Java-Anwendungen findet – mein Interesse an der IT-Security war geweckt.

Was hat dich dazu bewogen in die Industrie zu gehen?

Ich wollte neue Erfahrungen sammeln, vor allem eigene Projekte entwickeln und mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten. Am Anfang wusste ich nicht genau, in welche Richtung ich gehen wollte. Ich konnte mir mehrere Möglichkeiten vorstellen: Softwareentwicklerin, etwas explizit mit IT-Sicherheit oder sogar eine Lehrtätigkeit.

Wie hast du deine Entscheidung schlussendlich getroffen?

Ich habe mich im Internet informiert und bin auf den Beruf des Consultant gestoßen. Das hat mir sofort gefallen, weil ich an verschiedenen Kundenprojekten arbeiten und unterschiedliche Branchen kennenlernen kann. Außerdem suchte ich einen Job, den ich mit meinem Interesse für IT-Sicherheit und Projektmanagement verbinden konnte.

Wieso hast du dich für die carmasec entschieden?

Bei carmasec kann ich mich nach meinen Wünschen weiterentwickeln und an verschiedenen Themen arbeiten. Als Beraterin finde ich es wichtig, dass man nicht einfach irgendeinen Kunden oder irgendein Projekt zugeteilt bekommt, sondern dass es zu einem passt und einen interessiert. Genau das bekomme ich hier geboten.

Weißt du schon, was die Zukunft für dich bereithält?

Aktuell habe ich noch keine langfristigen Pläne. Im Moment konzentriere ich mich weiterhin auf das Projektmanagement. Ich kann mir aber auch vorstellen, Abschlussarbeiten zu betreuen und möchte mich auch noch tiefer in das Informationssicherheitsmanagement einarbeiten. Generell möchte ich noch viel lernen und sehen.

Wir beschäftigen uns viel mit dem Thema Diversität und wir wissen bereits, dass Frauen in technischen Berufen unterrepräsentiert sind. Gibt es negative Erfahrungen die du machen musstest?

Bisher habe ich keine großen negativen Erfahrungen gemacht. Ich finde es aber schade, wenn veraltete Phrasen wie “die Jungs aus der IT” verwendet werden. Damit werden definitiv nicht alle Menschen angesprochen und das vermittelt ein falsches Bild. Ich habe auch schon erlebt, dass manche Leute ihren normalen Sprachgebrauch ändern, nur weil ich im Raum bin. Mein Tipp: Wenn Ihr wollt, dass sich die Personen in Eurem Umfeld mit Euch wohlfühlen, reflektiert gelegentlich Euren eigenen Sprachgebrauch.

Danke für das Interview!

Wachsen, wo Sicherheit mehr als ein Job ist.

Wir denken Cybersicherheit weiter. Aus Begeisterung, aus Neugier, aus Überzeugung. Bei carmasec hat jede:r die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und dabei ein Team im Rücken zu haben. Wir begegnen uns auf Augenhöhe, mit Vertrauen, Transparenz und dem gemeinsamen Ziel, wirklich etwas zu bewegen.

Werde Teil des Teams

Mehr erfahren

Das carmasec-Redaktionsteam erläutert in diesem Beitrag, warum es sinnvoll sein kann, gezielt Ausnahmen für Sicherheitssysteme wie IPS und WAFs mittels Allow Listing zu definieren und wie diese Methode Pentester:innen ermöglicht, effizient und störungsfrei zu arbeiten.

Wann ist der Einsatz von Allow Lists bei Pentests sinnvoll?

 

Illustration mit dem Spruch „May the Patch be with you

Wenn ein Penetrationstest ansteht, taucht schnell die Frage auf: Soll die IP-Adresse der Pentester auf eine „Allow List“ gesetzt werden, um Systeme wie Intrusion Prevention Systeme (IPS) oder Web Application Firewalls (WAFs) zu umgehen? Meine Erfahrung zeigt: Das kann die Testergebnisse nicht nur präziser, sondern auch wertvoller machen.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wann es sinnvoll ist, Pentester:innen die üblichen Sicherheitsbarrieren gezielt überspringen zu lassen.

Eine Einordnung: Welche Aufgabe haben IPS und WAFs und warum können sie einen Pentest verzögern?

IPS-Systeme und WAFs sollen Angriffe erkennen und blockieren – etwa durch die Erkennung von Port-Scans, SQL-Injections oder massenhaften automatisierten Anfragen. Wenn diese Systeme eine als „verdächtig“ eingestufte Aktivität aufspüren, reagieren sie oft mit einer Drosselung des Datenverkehrs oder der Sperrung der Quell-IP-Adresse, manchmal für eine gewisse Zeit – manchmal sogar komplett. Im Alltag ist dies ein erwünschtes Verhalten. Im Falle eines Pentests können diese Sicherheitsmaßnahmen jedoch das eigentliche Testziel stark beeinträchtigen.

 

Zeit ist der entscheidende Faktor

IPS und WAFs sind darauf ausgelegt, Angreifer abzuwehren und dir Zeit zu verschaffen, bei einem Angriff angemessen zu reagieren. Doch bei einem Penetrationstest können diese Schutzmaßnahmen den Ablauf erheblich stören. Ein Security Assessment ist auf ein festes Zeitfenster begrenzt. Erkennen die Security-Systeme Pentester fälschlicherweise als Angreifer, könnten beispielsweise ihre IP-Adressen blockiert werden. Das führt zu Verzögerungen im Testablauf, wodurch Schwachstellen übersehen werden und die Effizienz des Tests sinkt.

Am Ende zahlst du als Kunde für ein Assessment, das nicht sein volles Potenzial entfalten konnte.

Bei realen Angriffen hingegen haben die Hacker alle Zeit der Welt. Sie können ihre Aktionen verlangsamen und ein paar Anfragen über Tage oder Wochen hinweg senden, um unentdeckt zu bleiben.

Eine Allow List ermöglicht es den Pentestern, ohne Unterbrechung zu arbeiten und Schwachstellen direkt und effizient zu analysieren. So bleibt der Fokus auf der eigentlichen Aufgabe: Deine Systeme auf Herz und Nieren zu prüfen.

 

Der Testfokus liegt auf deinen Systemen, nicht auf der Sicherheitsperipherie

In den meisten Fällen hat ein Pentest zum Ziel, die Sicherheit deiner Applikationen oder Infrastruktur zu überprüfen – nicht die vorgelagerten IPS- oder WAFs-Systeme. Diese Schutzmaßnahmen erschweren es Angreifern, in dein System einzudringen.

Pentester, die direkten Zugriff haben, können deine tatsächlichen Assets auf Schwachstellen testen – und nicht nur die Security-Systeme davor.

Natürlich kann das Testen von IPS oder WAFs selbst sinnvoll sein, aber das ist ein gesondertes Ziel, das separat beauftragt und im Scope entsprechend festgehalten werden sollte.

 

Sind Allow Lists auch für interne Pentests sinnvoll?

Allow Lists sind nicht nur für externe Pentests nützlich. Auch bei internen Tests kann es sinnvoll sein, einzelne Ordner oder Systeme für Antivirenprogramme (AV) und für die Endpoint Detection and Response Systeme (EDR) gezielt auszuschließen. Das hängt vom Testziel ab: Wenn du beispielsweise Deine SIEM-Erkennungsmechanismen oder die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle evaluieren möchtest, kannst du mit Allow Lists wertvolle Zeit sparen, da sich deine Pentester auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren können.

Du hast Fragen zu unseren Pentest-Angeboten?

Sicherheit validieren, bevor Angreifende den ersten Schritt setzen. Penetration Testing, Red Teaming und Angriffssimulationen von Senior-Expert:innen, die wissen, wie Hacker denken.

Übersicht des Portfolio