Ein vorweihnachtlicher Abend, bei dem der offene Austausch im Mittelpunkt steht.
Am 11.12.2025 treffen sich in Köln Menschen aus der IT Security mit unterschiedlichen Hintergründen. Was sie verbindet, ist die geteilte Überzeugung, voneinander zu lernen, Themen offen zu besprechen und persönliche Kontakte zu vertiefen.

Tauche ein in die Welt der Cybersicherheit und werde Teil einer wachsenden Community.
Beim nächsten friends of carmasec Event erwarten dich anregende Gespräche, neue Denkanstöße und viele Gelegenheiten, dich mit anderen zu vernetzen – in einer offenen und persönlichen Atmosphäre..

Ablauf:

18:30 Uhr: Treffen und Networking Früh am Dom, Am Hof 12-18, 50667 Köln
19:30 Uhr: Wechsel zum Weihnachtsmarkt „Alter Markt“

Was erwartet dich bei unseren Events?

Unsere Treffen sind die perfekte Gelegenheit, um:

  • dich mit Cyber Security-Expert:innen und Gleichgesinnten auszutauschen.
  • Neue Perspektiven und Impulse für Deine Arbeit zu gewinnen.
  • Wertvolle Kontakte in einer Community zu knüpfen, die bereits über 100 Mitglieder zählt.

Ob du zum ersten Mal kommst oder schon öfter dabei warst: Du bist willkommen.

Ein kostenloser Leitfaden – 28 Seiten

Was du nach 45 Minuten weißt: Ob deine Produkte betroffen sind, welche Fristen jetzt gelten, was Security by Design und SBOM-Pflicht für dein Unternehmen bedeuten und mit welchen 5 Schritten du strukturiert zur Konformität kommst.
Vorschau des carmasec-Leitfadens zum Cyber Resilience Act:

Unser kostenfreier Leitfaden gibt Ihnen einen kompakten Überblick über:

  • Warum du den CRA nicht ignorieren kannst – Security by Design, CE-Bindung, Lebenszyklus-Pflichten
  • Was der CRA genau regelt – Geltungsbereich, Ausnahmen, SBOM, Vulnerability Management
  • Was jetzt auf Unternehmen zukommt – Pflichten, Dokumentation, Risikoklassifizierung
  • In 5 Schritten zur Umsetzung – Secure by Design bis Konformitätsbewertung
  • 12-Punkte-Checkliste: Bist du wirklich CRA-ready?Denkfehler & Aha-Momente – die 12 häufigsten Irrtümer mit CRA-Facts
  • Fazit & Handlungsempfehlungen inkl. priorisierter Roadmap
  • Anhang, Deep Dive & Glossar (SBOM, SAST, DAST, TARA, TID u. v. m.)

28 Seiten PDF  Kostenlos und sofort verfügbar

Was dich erwartet

KAP. 01
Warum du den CRA nicht ignorieren kannst
Security by Design, Secure by Default, Lebenszyklusverantwortung – das neue EU-Sicherheitsverständnis und seine Konsequenzen für CE.
KAP. 02
Was genau regelt der CRA?
Geltungsbereich, betroffene Produkte, Open-Source-Ausnahmen, SBOM, Vulnerability Management, Patch Management, Identity & Access.
KAP. 03
Was jetzt auf Unternehmen zukommt
Neue Herstellerpflichten, technische Dokumentation, SBOM-Anforderungen und Produktklassifizierung in drei Risikokategorien.
KAP. 04
In 5 Schritten zur Umsetzung
Von Secure by Design über Schwachstellenmanagement, Security Response, Updateprozesse bis zur Konformitätsbewertung & Nachweisführung
KAP. 05
Bist du wirklich CRA-ready?
Die 12-Punkte-Checkliste: von Produktidentifikation, Verantwortlichkeiten und SBOM bis zur abgeschlossenen Konformitätsbewertung.
KAP. 06
Denkfehler & Aha-Momente
„Das macht unsere IT.“ „Wir sind zu klein.“ „Wir haben CE.“ 12 häufige Irrtümer – mit direkten CRA-Facts und Artikelverweisen.
KAP. 07
Fazit & Handlungsempfehlungen
Priorisierte Roadmap: Assessment, Prozessaufbau, Security-Toolchain, Dokumentationspflege. Wer früh startet, sichert sich Wettbewerbsvorteile.
KAP. 08
Anhang & Deep Dive
Vollständiges Glossar: ARC42, SBOM, SAST, DAST, EPSS, TARA, TID, CSMS, SSDLC, KEV und mehr. Weiterführende Links und technische Hinweise.

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Über die Autoren

Porträtfoto von Jan Sudmeyer, Geschäftsführer bei der carmasec.Porträtfoto von Jan Sudmeyer, Geschäftsführer bei der carmasec.

Jan Sudmeyer

Managing Partner & Trusted Advisior

Porträtfoto von Holger Kühlwetter, Senior Security Consultant bei der carmasecSchwarzweißes Porträtfoto von Holger Kühlwetter, Senior Security Consultant bei der carmasec

Holger Kühlwetter

Senior Security Consultant

Illustration eines Wookiee-Maskottchens auf einem goldenen SchutzschildIllustration mit dem Spruch „May the Patch be with you

Noch Fragen?

carmasec Content & Marketing

25. September 2025, 11:00–12:00 Uhr

Worum geht’s?

Mit dem “Cyber Resilience Act” (CRA) hat die EU neue Anforderungen eingeführt, die grundlegende Veränderungen in Kundenorganisationen erfordern, die digitale Produkte herstellen oder in der EU vertreiben. Im Rahmen dieses Webinars zeigen wir, wie sich Unternehmen konkret auf die CRA-Anforderungen vorbereiten können. Es geht nicht nur um regulatorische Compliance, sondern um:

  • Resilienz gegen IT-Ausfälle, Betriebsunterbrechungen und Cyberangriffe
  • Implementierung von Security-by-Design-Prinzipien in der Entwicklung
  • Erhöhung der Produktsicherheit über den gesamten Lebenszyklus

Das erwartet dich im Webinar:

  • Einordnung des CRA: Was regelt der CRA, für wen gilt er und welche Auswirkungen hat das konkret?
  • Der Weg zur Compliance: Konkrete Schritte für Hersteller und wie Experten die Umsetzung erleichtern können.
  • Secure Software Development Lifecycle: Wie gelingt „Security by Design“ und „Security by Default“ in der Produktentwicklung?
  • Schwachstellenmanagement: Best Practice zur Identifikation, Behandlung und Meldung von Sicherheitslücken in Produkten.
  • Automatisierung: Wie kann CRA-Compliance (teil-)automatisiert werden?

Für wen ist das Webinar gedacht?

Zielgruppe:

  • Unternehmen, die digitale Produkte oder vernetzte Services in der EU anbieten

Rollen im Unternehmen:

  • Produktentwickler:innen (Product Owner)
  • Cybersecurity-Verantwortliche (Sicherheitsbeauftragte, Security Champions)
  • Compliance- und Legal-Teams
Porträtfoto von Carsten Marmulla, Managing Partner & Senior Trusted Advisor bei der carmasec.Schwarzweißes Porträtfoto von Carsten Marmulla, Managing Partner & Senior Trusted Advisor bei der carmasec.

Carsten Marmulla

Founder & Brand Ambassador

Porträtfoto von Robert HeinleinPorträtfoto von Robert Heinlein, vor gelbem Hintergrund

Robert Heinlein

Security Experte – ehemaliger Mitarbeiter

Carsten Marmulla ist Managing Partner bei carmasec und seit über 20 Jahren als Trusted Advisor im Bereich Cybersicherheit tätig – für mittelständische Unternehmen ebenso wie für DAX-Konzerne. Sein technisches Verständnis verbindet er mit einem tiefen Gespür für Geschäftsprozesse, Risiken und Umsetzbarkeit.

Seine Projekterfahrung reicht von Telekommunikation und Medien über Chemie, Pharma und Gesundheit bis hin zu Logistik und Finanzdienstleistung. Was ihn antreibt: Cybersicherheit so zu gestalten, dass sie nicht bremst – sondern schützt, stärkt und skaliert.

„Cybersicherheit ist kein Zusatz mehr – sie wird integraler Bestandteil von Produktentwicklung, Business Continuity und Marktzugang. Der CRA macht das jetzt verbindlich.“ – Carsten Marmulla, Managing Partner bei carmasec

Robert Heinlein denkt Sicherheit nicht aus der Theorie, sondern aus dem Projektalltag – quer durch Mittelstand, Konzerne und den öffentlichen Sektor. Ob als Information Security Officer, Cyber-Security Consultant oder IT-Ingenieur: Er bringt technisches Know-how, strukturierte Umsetzung und ein Gespür für realistische Lösungen mit. Sein Anspruch: Komplexität verstehen, Klarheit schaffen, Sicherheit möglich machen.

„Der Cyber Resilience Act verankert Cybersicherheit als festen Qualitätsfaktor digitaler Produkte – gleichwertig mit Funktionalität, physischer Produktsicherheit und Energieeffizienz. Prozesse wie Schwachstellenmanagement, Patch Management und transparente Software-Stücklisten wie SBOMs werden künftig messbar zur Verbesserung der Cybersicherheit beitragen müssen.“ – Robert Heinlein, Cyber-Security Consultant bei carmasec

Wir unterstützen Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen wie den Cyber Resilience Act (CRA) in konkrete Sicherheitsmaßnahmen zu übersetzen. Unser Team vereint tiefes technisches Know-how mit Erfahrung in der Umsetzung – von Informationssicherheit über Secure Architecture bis hin zu Schwachstellenmanagement und Cloud Security.

Tauche ein in die Welt der Cybersicherheit und werde Teil einer wachsenden Community! Beim nächsten friends of carmasec Event in Essen erwarten dich spannende Gespräche mit Expert:innen und Interessierten, neue Impulse und jede Menge Networking-Möglichkeiten.

Ablauf:

18:00 Uhr: Treffen und Networking in unseren Büroräumen
18:45 Uhr: Gemeinsamer Wechsel in ein Restaurant (Details folgen)
19:00 Uhr: Abendessen und Austausch in entspannter Atmosphäre

Was erwartet dich bei unseren Events?

Unsere Treffen sind die perfekte Gelegenheit, um:

  • Dich mit Cyber Security-Expert:innen und Gleichgesinnten auszutauschen.
  • Neue Perspektiven und Impulse für deine Arbeit zu gewinnen.
  • Wertvolle Kontakte in einer Community zu knüpfen, die bereits über 100 Mitglieder zählt.

Ob erfahrener Profi oder neugieriger Neuling – wir heißen alle Interessierten herzlich willkommen!

Wenn du ebenfalls Teil unseres Netzwerks werden möchtest, melde dich hier an und verpasse keine Einladung mehr.

Das Ausgangsproblem: OT wurde nicht für Vernetzung gebaut

Operational Technology in der Energieversorgung, in Wasserwerken, in der Verkehrsinfrastruktur oder im Gesundheitswesen hat einen grundlegenden Konstruktionsfehler aus heutiger Perspektive: Sie wurde für Verfügbarkeit und Prozessstabilität entwickelt, nicht für Sicherheit gegen Cyberangriffe. Steuerungssysteme auf Basis proprietärer Protokolle wie Modbus, Profibus oder DNP3 liefen jahrzehntelang in physisch isolierten Umgebungen. Der sogenannte Air Gap, die physische Trennung vom Internet, war das primäre Sicherheitskonzept.

Diese Isolation existiert in der Form nicht mehr. Die zunehmende IT/OT-Konvergenz, ausgelöst durch Fernwartungsanforderungen, Effizienzprogramme und die Integration von Smart Grid, SCADA und industriellen IoT-Komponenten, hat die Grenzen aufgelöst. Was früher eine Produktionsinsel war, ist heute über ZTNA-Gateways, Cloud-Backends und Wartungs-VPNs mit der Außenwelt verbunden. Und damit angreifbar.

Das Purdue Enterprise Reference Architecture Model (PERA), lange Zeit der konzeptuelle Rahmen für OT-Sicherheit, beschreibt eine klare Zonierung in Ebenen: von der Feldgeräteebene über die Steuerungsebene bis hin zur Unternehmens-IT. Theorie und Praxis klaffen hier weit auseinander. In der Praxis überspringen Wartungszugänge, Remote-Dienste und Datenintegrationspfade diese Zonen. Angreifer:innen auch.

 

Was Zero Trust bedeutet und wo der Begriff herkommt

Den Begriff „Zero Trust“ prägte John Kindervag 2010 während seiner Zeit als Analyst bei Forrester Research. Die Kernthese: Kein Gerät, kein Nutzer, keine Verbindung darf allein aufgrund seiner Netzwerklokation als vertrauenswürdig gelten. Weder innerhalb noch außerhalb des Perimeters. Vertrauen muss explizit und kontinuierlich hergestellt werden, nicht implizit vorausgesetzt.

Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat diesen Rahmen 2020 mit der SP 800-207 formalisiert. Drei Kernprinzipien stehen im Zentrum: „Verify explicitly“ bedeutet, dass jede Zugriffsanfrage anhand von Identität, Gerätekontext und Verhalten geprüft wird. „Use least privilege access“ begrenzt Berechtigungen strikt auf das, was für eine Aufgabe erforderlich ist. „Assume breach“ geht davon aus, dass eine Kompromittierung bereits stattgefunden haben kann, und entwirft Architekturen, die laterale Bewegungen innerhalb des Netzwerks verhindern.

Die CISA (Cybersecurity and Infrastructure Security Agency) hat darauf aufbauend ein Zero Trust Maturity Model entwickelt, das fünf Säulen definiert: Identity, Devices, Networks, Applications and Workloads sowie Data. Diese Säulen beschreiben, wo Zero Trust-Kontrollen ansetzt und in welcher Reihenfolge eine Reifegradentwicklung sinnvoll ist.

Warum KRITIS ein besonderes Problem hat

KRITIS-Betreiber stehen vor Einschränkungen, die in der klassischen IT-Welt so nicht vorkommen.

Lange Betriebszyklen.
OT-Systeme laufen 15 bis 25 Jahre. Ein Leitsystem, das heute im Einsatz ist, wurde unter anderen Bedrohungsannahmen beschafft. Patches sind oft nicht möglich, weil der Hersteller keine bereitstellt, weil Zertifizierungen erlöschen würden, oder weil ein Neustart der Anlage operativ nicht tolerierbar ist. Das Ergebnis ist eine verwundbare, aber produktionskritische Landschaft, die sich nicht einfach modernisieren lässt.

Proprietäre Protokolle ohne Authentifizierungslogik.
Modbus kennt keine Authentifizierung. DNP3 in seiner Basisversion auch nicht. Viele OT-Protokolle wurden unter der Annahme entwickelt, dass niemand Unberechtigtes im Netz ist. Diese Annahme ist heute nicht mehr haltbar. Zero Trust kann hier nicht mit klassischen Nutzername-Passwort-Mechanismen arbeiten, sondern benötigt Lösungen wie zertifikatsbasierte Geräteidentitäten (X.509) und protokollbewusste Proxies.

Fehlende Security-Teams.
Viele KRITIS-Betreiber, insbesondere mittelgroße Stadtwerke, Wasserversorger oder Krankenhäuser, haben keine dedizierten OT-Security-Ressourcen. Der für Zero Trust notwendige Aufwand bei Inventarisierung, Klassifizierung und Monitoring erscheint vor diesem Hintergrund prohibitiv. Er ist es nicht, wenn man mit dem richtigen Scope beginnt.

Regulatorischer Druck steigt.
§8a BSIG verpflichtet KRITIS-Betreiber bereits heute zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen nach Stand der Technik. NIS2 (umgesetzt in Deutschland durch das NIS2UmsuCG) verschärft die Anforderungen und weitet den Geltungsbereich erheblich aus. Artikel 21 NIS2 fordert explizit Risikokonzepte, Netzwerksicherheitsmaßnahmen, Zugriffskontrollkonzepte und Segmentierung. Das sind genau die Bausteine, die Zero Trust adressiert.

Zero Trust in der OT-Praxis: Was funktioniert und was nicht

Die direkte Übertragung von IT-seitigen Zero Trust-Architekturen auf OT-Umgebungen scheitert in der Regel. Ein Industrieregler kann kein Software-Agenten ausführen. Eine SPS unterstützt keine MFA. Ein SCADA-System toleriert keine Latenzen durch kontinuierliche Authentifizierungsprüfungen, wenn Echtzeitsteuerung erforderlich ist.

Das bedeutet aber nicht, dass Zero Trust-Prinzipien in OT-Umgebungen nicht umsetzbar sind. Es bedeutet, dass die Implementierung angepasst werden muss.

Mikrosegmentierung nach Zone-Conduit-Modell

IEC 62443 beschreibt das Zone-Conduit-Modell als Grundlage für OT-Sicherheitsarchitekturen. Zonen gruppieren Assets nach Schutzbedarf und Kommunikationsprofil. Conduits definieren, welche Kommunikation zwischen Zonen erlaubt ist. Dieses Modell ist direkt mit Zero Trust-Prinzipien kompatibel: Kein Datenfluss zwischen Zonen ohne explizite Kontrolle und Protokollierung. Unidirektionale Datendioden für unkritische Monitoring-Daten von OT nach IT sind ein bewährtes Mittel, um Angriffsflächen strukturell zu reduzieren.

Geräteidentität statt Nutzeridentität

Wo Nutzer nicht authentifiziert werden können, müssen Geräte es sein. X.509-Zertifikate für OT-Endpunkte sind machbar, auch in Legacy-Umgebungen, wenn die Zertifikatsverwaltung über geeignete PKI-Infrastruktur erfolgt. Geräteidentitäten sind die Grundlage für granulare Zugriffskontrollen auf Netzwerkebene.

ZTNA statt VPN für Remote Access

Fernwartungszugänge auf Leittechnik sind einer der häufigsten Angriffsvektoren auf KRITIS-Infrastrukturen. Klassische VPN-Zugänge geben Wartungstechniker:innen oft weitreichenden Netzwerkzugriff weit über das hinaus, was für die jeweilige Aufgabe notwendig ist. ZTNA-Lösungen beschränken den Zugriff auf exakt die Ressource, die benötigt wird, für genau die Dauer, die erforderlich ist, mit vollständiger Protokollierung.

Network Detection and Response (NDR) für OT-Sichtbarkeit

Zero Trust setzt Sichtbarkeit voraus. In OT-Umgebungen, wo Agenten nicht einsetzbar sind, liefert passives NDR diese Sichtbarkeit durch Analyse des Netzwerkverkehrs. OT-fähige NDR-Lösungen verstehen proprietäre Protokolle und erkennen Anomalien im Kommunikationsverhalten, ohne aktiv in den Prozess einzugreifen. Das ist der Einstieg in kontinuierliches Monitoring, wie es das „Assume Breach“-Prinzip verlangt.

NIS-2 als konkreter Anlass

Die NIS2-Richtlinie ist kein abstraktes Compliance-Konstrukt. Sie definiert Mindestanforderungen, die inhaltlich stark mit Zero Trust-Prinzipien übereinstimmen. Risikomanagement und Risikoanalyse, Netzwerksicherheit und Segmentierung, Zugriffsverwaltung und Authentifizierung, Monitoring und Vorfallserkennung: Diese Anforderungen aus Artikel 21 NIS2 lassen sich nicht durch Dokumentation allein erfüllen. Sie erfordern technische Umsetzung.

Zero Trust bietet hier einen strukturierten Rahmen, der NIS2-Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern operationalisiert. Wer Zero Trust als Architekturprinzip einführt, baut gleichzeitig die Evidenz auf, die ein NIS2-Audit erfordert: Zugriffsprotokolle, Segmentierungsnachweise, Geräteinventare, Anomalie-Alerts.

Wie der Einstieg gelingt: risikoorientiert, nicht maximal

Zero Trust ist kein Schalter, den man umlegt. Es ist ein Reifegradprozess. Der häufigste Fehler ist der Versuch, das gesamte Architekturkonzept auf einmal umzusetzen. Das scheitert an Ressourcen, an Legacy-Systemen und an der Komplexität der Abhängigkeiten.

Der richtige Ansatz ist risikobasiert: Welche Assets sind kritisch? Welche Zugänge sind am stärksten exponiert? Welche lateralen Bewegungspfade im Netz wären für Angreifer:innen am lukrativsten? Diese Fragen beantwortet eine strukturierte Risikoanalyse nach BSI IT-Grundschutz oder ISO 27001. Auf Basis dieser Antworten lässt sich eine Zero Trust-Roadmap entwickeln, die mit den wirkungsvollsten Maßnahmen beginnt und sukzessive ausbaut.

Das CISA Zero Trust Maturity Model beschreibt fünf Entwicklungsstufen je Säule: Traditional, Initial, Advanced, Optimal. Kein KRITIS-Betreiber muss auf Anhieb „Optimal“ erreichen. Ein klar definierter Ausgangszustand und ein realistischer Zielpfad sind wertvoller als eine ambitionierte Architektur, die in der Umsetzung steckenbleibt.

Fazit

Zero Trust für KRITIS ist kein Projekt, das du abschließt. Es ist eine Haltung gegenüber Sicherheit, die du in Architekturentscheidungen, Betriebsprozesse und Beschaffungsstrategien einbettest. Wer heute damit beginnt, gewinnt drei Dinge gleichzeitig: eine deutlich reduzierte Angriffsfläche durch Mikrosegmentierung und granulare Zugriffskontrollen, eine nachweisbare Erfüllung der NIS2-Anforderungen mit auditfähiger Evidenz, und die operative Sicherheit, dass ein erfolgreicher Einbruch in eine Teilinfrastruktur nicht zur vollständigen Kompromittierung der Gesamtanlage führt.

Sicherheit entsteht nicht durch den perfekten Perimeter. Sie entsteht durch die Annahme, dass der Perimeter bereits gefallen ist, und durch Architekturen, die genau darauf ausgelegt sind.

 

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Wen treffe ich bei euch am Stand?

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Der CRA verändert die Anforderungen an digitale Produkte tiefgreifend. Welche Pflichten auf Hersteller zukommen, erfährst du hier kompakt zusammengefasst.

Digitale Illustration eines Roboterarms, der das CE-Kennzeichen auf einen Mikrochip graviert, in Orange und Blau

Was ist der Cyber Resilience Act?

Der EU Cyber Resilience Act (EU CRA) ist eine rechtsverbindliche EU-Verordnung. Er legt ein Mindestmaß an Cybersicherheit für Produkte mit digitalen Elementen fest und verfolgt das Ziel eines einheitlichen Sicherheitsstandards innerhalb des europäischen Binnenmarktes. Durch Minimierung von Sicherheitslücken und Verringerung der Angriffsflächen sollen die Produkte und deren Nutzer besser vor Cyberangriffen und deren Auswirkungen geschützt werden.

Der CRA ist eine ergänzende Regulierung zu bereits bestehenden Anforderungen wie der NIS2-Richtlinie oder der RED-Directive und verknüpft sie miteinander. Zudem ist der EU CRA mit der CE-Kennzeichnung verbunden: Bei fehlender Compliance kann diese aberkannt oder von vornherein nicht erteilt werden.

 

Definition: Produkte mit digitalen Elementen

Gemeint sind Hardware- und Softwareprodukte, die eine direkte oder indirekte, logische oder physische Datenverbindung mit einem Gerät oder Netzwerk eingehen. Dazu zählen IoT-Geräte, industrielle Steuerungen, Betriebssysteme, Apps, Router, Wearables und Unternehmenssoftware mit Netzwerkanbindung.

Ohne belegbare CRA-Konformität entfällt die CE-Kennzeichnung. Ohne CE-Kennzeichnung kein Marktzugang in der EU.

Wen betrifft er und warum fast jedes Produkt dazugehört

Der EU Cyber Resilience Act betrifft alle Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen. Auch Unternehmen außerhalb der EU, die Produkte auf dem europäischen Markt vertreiben wollen, sind verpflichtet, den CRA zu erfüllen.

Bei kommerziellem Einsatz sind auch Open-Source-Produkte und -komponenten betroffen. Der CRA gilt für alle Produkte, die nach seinem Inkrafttreten auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. Bereits zuvor in Umlauf gebrachte Produkte sind nicht betroffen, solange keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden.

Explizit ausgenommen vom Anwendungsbereich

  • Kraftfahrzeuge, Kraftfahrzeugteile, Luftfahrzeuge und deren Bestandteile
  • Medizinische Geräte
  • Produkte für die nationale Sicherheit / Militär
  • Produkte für die Verarbeitung von Verschlusssachen
Zeitstrahl mit den wichtigsten Meilensteinen des Cyber Resilience Act (CRA) von Oktober 2024 bis Dezember 2027

Inkrafttreten und Übergangsfristen

Der Cyber Resilience Act tritt 20 Tage nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft. Für Unternehmen beginnt damit eine gestaffelte Umsetzungsphase. Die Übergangszeit sollte gezielt genutzt werden, um Sicherheitsarchitektur, Produktprozesse und Nachweisführung konform aufzustellen.

Fakten auf einen Blick

  • Verabschiedung: 13. März 2024 durch das Europäische Parlament
  • Inkrafttreten: 10. Dezember 2024 (anschließend 36 Monate Übergangsfrist)
  • Ab 11. September 2026: Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und Sicherheitsvorfälle
  • Ab 11. Dezember 2027: Alle CRA-Anforderungen für neu in Verkehr gebrachte Produkte verpflichtend
  • Rechtsform: EU-Verordnung (direkt verbindlich, ohne nationale Umsetzung)
  • Zielsetzung: Einheitliches Mindestniveau an Cybersicherheit für digitale Produkte

Wen betrifft er und warum fast jedes Produkt dazugehört

Der EU Cyber Resilience Act betrifft alle Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen. Auch Unternehmen außerhalb der EU, die Produkte auf dem europäischen Markt vertreiben wollen, sind verpflichtet, den CRA zu erfüllen.

Bei kommerziellem Einsatz sind auch Open-Source-Produkte und -komponenten betroffen. Der CRA gilt für alle Produkte, die nach seinem Inkrafttreten auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden. Bereits zuvor in Umlauf gebrachte Produkte sind nicht betroffen, solange keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden.

Explizit ausgenommen vom Anwendungsbereich

  • Kraftfahrzeuge, Kraftfahrzeugteile, Luftfahrzeuge und deren Bestandteile
  • Medizinische Geräte
  • Produkte für die nationale Sicherheit / Militär
  • Produkte für die Verarbeitung von Verschlusssachen

Diese Anforderungen müssen erfüllt sein

Technische und organisatorische Sicherheitsanforderungen an Produkte:

  • Security by Default: Das Produkt muss in einer sicheren Standardkonfiguration auf den Markt gebracht werden.
  • Security by Design: Das Produkt wird unter Beachtung der Cybersicherheit konzipiert.
  • Vulnerability Management: Schwachstellen müssen in einem Regelprozess behandelt werden. Nur unter bestimmten Voraussetzungen dürfen bekannte Schwachstellen im Produkt enthalten sein.
  • Risk Management: Risiken durch Schwachstellen werden analysiert, bewertet und getrackt. Jede Entscheidung über den Umgang mit diesen Risiken ist dokumentationspflichtig.
  • Secure Software Development Lifecycle: Das Produkt muss für die gesamte Lebensdauer sicher sein. Das schließt lange Update-Unterstützung, Schutz vor bekannten Schwachstellen aus externen Quellen und automatische oder einfach installierbare Sicherheitsaktualisierungen ein.

Diese Infrastrukturen brauchst du

Der CRA verlangt Sicherheit entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Das gelingt nur, wenn Unternehmen passende Infrastrukturen aufbauen. Sie sichern die Umsetzung technischer und organisatorischer Anforderungen und schaffen die Grundlage für dauerhafte Compliance.

Infrastruktur für Dokumentation und Transparenz

  • Erstellung und Pflege einer SBOM (Software Bill of Materials / Software-Stückliste)
  • Technische Dokumentation
  • Risikoanalysen und Risikomanagement
  • Kundeninformationen und Anwendungshinweise
  • Meldeprozesse gegenüber Behörden wie der ENISA

Infrastruktur für Schwachstellenmanagement

  • Schwachstellen müssen ohne Zeitverzug identifiziert, priorisiert und behoben werden.
  • Sicherheitslücken, die von außen gemeldet werden, erfordern eine strukturierte und dokumentierte Reaktion (Incident Response).
  • Informationen über behobene Schwachstellen müssen öffentlich nachvollziehbar gemacht werden (Incident Disclosure).
  • Sicherheitsupdates müssen sicher, kostenfrei und sofort nach Bereitstellung verfügbar gemacht werden.

Infrastruktur für Sicherheitsprüfungen

  • Statische Codeanalyse (SAST)
  • Dynamische Tests (DAST)
  • Penetrationstests

Infrastruktur für Transparenz und Meldungen

  • Bereitstellung klarer Sicherheitsinformationen und Handlungsempfehlungen für Kunden
  • Fristgerechte und strukturierte Meldungen an Behörden wie ENISA oder nationale Marktüberwachungsstellen
  • Nachvollziehbare und dokumentierte Kommunikationsprozesse für Audit und Nachweisführung

Infrastruktur für Konformitätsbewertung

  • Bewertung je nach Risikoklasse
  • Selbstbewertung oder externe Prüfung durch notifizierte Stelle
  • Nachweis der Konformität und CE-Kennzeichnung

Cyber Resilience Act umsetzen: Diese Schritte sind jetzt wichtig

Die Anforderungen des Cyber Resilience Act sind umfangreich. Mit einem strukturierten Vorgehen lassen sie sich klar priorisieren und umsetzen. Wichtig ist, früh zu klären, welche Produkte betroffen sind, welche Lücken bestehen und welche Maßnahmen notwendig sind. carmasec begleitet Unternehmen entlang des gesamten Prozesses von der Analyse bis zur Umsetzung sicherheitsrelevanter Maßnahmen.

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Betroffenheit analysieren

Allgemeine Betroffenheitsanalyse auf Organisationsebene. Produktspezifische Bewertung inklusive Risikoklassifizierung.

 

Häkchen-Icon

Lücken identifizieren

Durchführung einer Gap-Analyse und eines EU CRA Impact Assessments.

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Maßnahmen planen

Abgleich mit den Fristen des CRA. Priorisierung nach Kritikalität und verfügbaren Ressourcen.

Unendlichkeitszeichen-Icon

Umsetzung vorbereiten

Die wichtigsten Maßnahmen für CRA-Compliance:

  • Schulungen für relevante Rollen und Fachbereiche
  • Aufbau der vollständigen Sicherheitsdokumentation
  • Erstellung einer SBOM (Software Bill of Materials)
  • Einführung und Verbesserung von Schwachstellenmanagementprozessen
  • Integration von Security by Design und Default in Entwicklungsprozesse
  • Implementierung automatisierter Sicherheitsprüfungen in CI/CD-Pipelines
  • Aufbau von Strukturen für Security Monitoring und Incident Response
  • Sicherstellung regelmäßiger, sicherer und kostenloser Sicherheitsupdates
  • Durchführung von Security Tests (SAST, DAST, Penetrationstests) nach Bedarf, ergänzt durch Threat-Informed Defense zur Überprüfung der Wirksamkeit gegenüber realen Angriffsmethoden

Nur wer vorbereitet ist bleibt am Markt. Das droht bei Nichteinhaltung des CRA

Der Cyber Resilience Act ist kein Papiertiger. Wer ihn ignoriert oder nur oberflächlich umsetzt, bringt sein Geschäftsmodell in Gefahr. Produkte ohne CRA-Konformität erhalten keine CE-Kennzeichnung und dürfen nicht auf den europäischen Markt. Unternehmen verlieren den Zugang zu Kunden und Umsätzen. Rückrufe und Vertriebsstopps verursachen hohe Kosten und reißen Lücken in Lieferketten und Roadmaps.

Verstöße gegen die Anforderungen führen zu empfindlichen Geldbußen. Die Strafen reichen bis zu 15 Millionen Euro oder 2,5 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Händler und Importeure zahlen bis zu 10 Millionen Euro oder 2 Prozent.

Hinzu kommt der Vertrauensverlust. Kunden stellen Fragen. Partner springen ab. Behörden schauen genauer hin. Aus einem Compliance-Fehler wird schnell ein Reputationsproblem.

Wer trägt die Verantwortung?

  • CISOs: volle Verantwortung für technische Nachweise und ein funktionierendes Schwachstellenmanagement
  • CEOs: wirtschaftliche Haftung, strategische Vorsorge
  • IT-Leiter:innen: belastbare Prozesse, die das Produkt absichern

 

Ohne Vorbereitung wird der CRA zum Geschäftsrisiko.

FAQ zum Cyber Resilience Act

Wann tritt der CRA in Kraft?

Der CRA trat am 10. Dezember 2024 in Kraft. Es gibt gestufte Übergangsfristen: Ab 11. September 2026 gilt die Meldepflicht für aktiv ausgenutzte Schwachstellen. Ab 11. Dezember 2027 müssen alle neuen Produkte vollständig konform sein.

Gilt der CRA auch für mein Produkt?

Ja, wenn Dein Produkt eine direkte oder indirekte Datenverbindung mit einem Gerät oder Netzwerk eingeht und nach Dezember 2024 neu in Verkehr gebracht wird. Ausnahmen: Kraftfahrzeuge, Medizinprodukte, Militär. Im Zweifel gilt: Wenn es vernetzt ist, ist es betroffen.

Wie funktioniert die Konformitätsbewertung?

Die meisten Produkte (Standardkategorie) können sich per Selbstbewertung zertifizieren. Produkte der Klasse I und II erfordern eine externe Prüfung durch eine notifizierte Stelle. Die Einstufung hängt vom Risikopotenzial des Produkts ab.

Was ändert sich beim CE-Kennzeichen?

Die CRA-Konformität ist ab Dezember 2027 Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung bei Produkten mit digitalen Elementen. Ohne nachweisbare Compliance kein CE-Zeichen und kein Marktzugang in der EU.

Was ist eine SBOM?

Eine Software Bill of Materials ist die vollständige Auflistung aller Software-Komponenten eines Produkts. Sie ist Pflichtbestandteil der technischen Dokumentation nach CRA, muss maschinenlesbar vorliegen, aber nicht veröffentlicht werden. Sie dient als Frühwarnsystem für Schwachstellen in der Lieferkette.

Wie schnell müssen Vorfälle gemeldet werden?

Bei aktiv ausgenutzten Schwachstellen und schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen: initiale Meldung an ENISA innerhalb von 24 Stunden. Vollständige Meldung mit Details zu Ursache, Auswirkungen und Gegenmaßnahmen innerhalb von 72 Stunden.

Gilt der CRA auch für Hersteller außerhalb der EU?

Ja. Wer Produkte mit digitalen Elementen auf dem EU-Markt vertreiben will, muss den CRA erfüllen, unabhängig vom Unternehmenssitz. Ohne EU-Niederlassung ist die Benennung eines bevollmächtigten EU-Vertreters verpflichtend.

Reicht eine ISO 27001-Zertifizierung als CRA-Nachweis?

Nein. ISO 27001 adressiert das Informationssicherheitsmanagementsystem einer Organisation, nicht die produktspezifischen Anforderungen des CRA. Beide Frameworks ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht gegenseitig.

Was ist TID und wie ergänzt es den CRA?

Threat-Informed Defense (TID) ist ein Ansatz, der Security-Maßnahmen an realen Angriffsmethoden ausrichtet. Im CRA-Kontext hilft TID dabei, die Wirksamkeit technischer Maßnahmen wie Penetrationstests und Schwachstellenmanagement gegenüber tatsächlichen Bedrohungsszenarien zu überprüfen.

Wie hilft carmasec bei der Umsetzung?

carmasec begleitet Unternehmen von der Betroffenheitsanalyse über die Gap-Analyse bis zur vollständigen Umsetzung aller CRA-Anforderungen. Das umfasst Risikoklassifizierung, SBOM-Aufbau, Schwachstellenmanagementprozesse, technische Sicherheitsmaßnahmen und Vorbereitung auf die Konformitätsbewertung.

Fazit

Der Cyber Resilience Act ist kein regulatorisches Randthema. Er verändert, wie digitale Produkte entwickelt, dokumentiert und auf den Markt gebracht werden. Wer bis Dezember 2027 nicht vorbereitet ist, verliert den Zugang zum EU-Markt. Das ist keine Drohkulisse, das ist Verordnungstext.

Die gute Nachricht: Die Anforderungen sind planbar. Betroffenheit analysieren, Lücken schließen, Prozesse aufbauen. Wer früh beginnt, vermeidet Zeitdruck, reduziert Haftungsrisiken und schafft Strukturen, die länger halten als eine Übergangsfrist.

Drei Dinge, die du aus diesem Artikel mitnimmst: Der CRA gilt für fast jedes vernetzte Produkt. Die ersten Pflichten greifen bereits ab September 2026. Und Unternehmen, die Schwachstellenmanagement, SBOM und Security by Design jetzt aufbauen, sind compliant und wettbewerbsfähig.

 

Quellen: EU-Verordnung 2024/2847 (Cyber Resilience Act), Amtsblatt der Europäischen Union, 20. November 2024, BSI TR-03183 Technische Richtlinie Cyber Resilience Requirements, Bundesamt fur Sicherheit in der Informationstechnik, BSI: Cyber Resilience Act, bsi.bund.de/CRA, Europäische Kommission: Cyber Resilience Act, digital-strategy.ec.europa.eu

Wo steht euer Unternehmen?

Wir analysieren eure Ausgangslage, identifizieren Lücken und zeigen euch den effizientesten Weg zu nachweisbarer IT-Sicherheit. Unverbindlich, konkret und auf den Punkt.

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Autoren

Porträtfoto von Holger Kühlwetter, Senior Security Consultant bei der carmasecSchwarzweißes Porträtfoto von Holger Kühlwetter, Senior Security Consultant bei der carmasec

Holger Kühlwetter

Senior Security Consultant

Illustration eines Wookiee-Maskottchens auf einem goldenen SchutzschildIllustration mit dem Spruch „May the Patch be with you

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carmasec Content & Marketing

Wir schreiben über Sicherheitsthemen, die bewegen, und lassen dabei kein Detail aus. Unsere Inhalte entstehen im Zusammenspiel aus Fachexpertise und redaktioneller Sorgfalt. Das Ergebnis: Wissen, das hält, was es verspricht.

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Cybersicherheit ist keine Geheimwissenschaft und vieles, was Unternehmen für ausreichend halten, schützt im Ernstfall nicht. Aber kein Grund zur Panik: Wer Threat-Informed Defense konsequent anwendet, ist auf der sicheren Seite.

Vorschau des carmasec-Playbooks

Für CISOs und IT-Security-Teams, die Sicherheitsstrategien entwickeln wollen, die wirklich funktionieren.

Was du nach der Lektüre weißt: Wie Angreifer denken und welche TTPs Ransomware-Gruppen am häufigsten nutzen und wie du CISO- und IT-Ebene mit einer gemeinsamen Methodik zusammenbringst, die Budgets schützt und echte Resilienz schaffst.

4,45 Mio. USD

Ø Schaden eines Datenlecks
weltweit (IBM 2023)

95 %

aller Cyberangriffe beginnen mit
einer vermeidbaren Schwachstelle

#1

Cybervorfälle sind das
Top-Risiko weltweit (Allianz 2025)

Das sind die wirklichen wichtigen Stellschrauben für wirksame Cybersicherheit

Threat Intelligence

So weißt du, welche Angreifer dein Unternehmen ins Visier nehmen – bevor sie es tun.

TTPs kennen

Angreifer nutzen immer wieder dieselben Techniken. Wer sie kennt, kann sie stoppen.

Pentests & Simulation

Deine Security-Lösung ist nur so gut, wie sie konfiguriert ist. So findest du heraus, ob sie im Ernstfall wirklich greift.

CISO & IT zusammenbringen

Zwei Ebenen, eine Sprache. Ohne gemeinsame Priorisierung verpuffen Maßnahmen – so vermeidest du das.

Budget richtig einsetzen

Security-Budget auf Zuruf? Schlechte Idee. Wir zeigen dir, wie jeder Euro dort wirkt, wo echte Bedrohungen sind.

Defensive Measures

Technisches Know-how ist wichtig – aber nur gezielte Maßnahmen an den richtigen Stellen schaffen echte Resilienz.

Warum du dieses Playbook brauchst, um deine Cybersicherheit wirklich zu verbessern:

  • Erfahre, welche Angriffstechniken Ransomware-Gruppen gerade einsetzen – und an welchen Stellen deine Verteidigung wirklich ansetzen muss.
  • Lerne, wie du mit Threat-Informed Defense schnell erkennst, wo deine größten Schwachstellen liegen – ohne neue Tools zu kaufen.
  • Du erhältst erprobte Strategien aus realen TID-Projekten, die wir bei Unternehmen im gehobenen Mittelstand erfolgreich umgesetzt haben.
  • Du erhältst die 10 häufigsten Ransomware-TTPs, die für den Großteil aller erfolgreichen Angriffe verantwortlich sind – mit konkreten Gegenmaßnahmen.
  • Wir zeigen dir, wie CISOs und IT-Security-Leitung mit einer gemeinsamen Methodik endlich an einem Strang ziehen – und Budgets dort einsetzen, wo sie wirklich schützen.

 

Über die Autoren

Porträtfoto von Timm Börgers, Geschäftsführer bei der carmasec.Illustration eines Wookiee-Maskottchens auf einem goldenen Schutzschild

Timm Börgers

Managing Partner & Trusted Advisor

Als Managing Partner & Trust Adviasor von carmasec und studierter IT-Sicherheitsexperte der Ruhr-Universität Bochum begleitet Timm Unternehmen im gehobenen Mittelstand auf dem Weg zu nachhaltiger Cyberresilienz – von der Strategie bis zur Umsetzung. Mit carmasec hat er eine der führenden Cybersicherheitsberatungen im deutschsprachigen Raum aufgebaut, die DAX-Konzerne und Mittelstand gleichermaßen sicher durch komplexe Security-Herausforderungen steuert.

Lächelndes Porträtfoto von Pascal Waffenschmidt, Senior Security Consultant bei der carmasec.Schwarzweiss Porträtfoto von Pascal Waffenschmidt, Senior Security Consultant bei der carmasec.

Pascal Waffenschmidt

Security Consultant

Als Informatiker mit Masterabschluss der Universität Bonn und ehemaliger Werkstudent beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist Pascal Waffenschmidt einer der gefragtesten Offensive-Security-Experten bei carmasec. Er führt Red Teaming Assessments, Penetrationstests und Angriffssimulationen durch und zeigt Unternehmen damit, was Dashboards und Zertifikate verbergen: wo sie wirklich verwundbar sind.

Illustration eines Wookiee-Maskottchens auf einem goldenen SchutzschildIllustration mit dem Spruch „May the Patch be with you

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Roundtable | 24.Juli 2025 | 11:00 Uhr | Online (60 Min.)

Deine Sicherheitsstrategie ist nur so stark wie dein Wissen über den Gegner. Wer verstehen will, wie Angreifer wirklich vorgehen und wo das eigene Unternehmen angreifbar ist bekommt beim carmasec Roundtable genau das: wertvolle Insights, keine Buzzwords und die 10 häufigsten Schwachstellen.

Sichere dir echtes Angreiferwissen und Quick-Wins für deinen Security-Alltag.

Das erwartet dich:

  • Ein anderer Blick auf deine IT-Security und wie man Budgets zielführender einsetzen kann
  • Wie man Cybersecurity Maßnahmen besser und realitätsnäher priorisiert
  • Kompakte Impulse von Ethical Hackern & Security-Expert:innen
  • Strategie- und Praxis-Tipps zu Angreifer-Taktiken, Schwachstellenpriorisierung und Verteidigungslogik
  • Quick-Wins zur Verbesserung deiner Sicherheitslage, sofort umsetzbar für dich und dein Team
  • Offene Diskussionsrunde mit anderen IT- und Security-Profis aus verschiedenen Branchen

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Für wen ist das Event gemacht?

Für alle, die Cybersecurity nicht nur verwalten, sondern gestalten möchten. Egal, ob du strategisch entscheidest oder tief in der Technik steckst – wenn du Verantwortung für Sicherheit trägst und wissen willst, was im Ernstfall wirklich schützt, bist du hier richtig.

Warum du dich jetzt anmelden solltest?

Um den intensiven Austausch und die besondere Atmosphäre zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Registriere dich jetzt und sichere dir einen der limitierten Plätze für diesen exklusiven Roundtable.

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Know how aus der Praxis
Unsere Expert:innen, Pascal Waffenschmitt und Timm Börgers, geben dir konkrete Beispiele, Tipps und hilfreiche Learnings aus dem Alltag der Angreifenden.

Lächelndes Porträtfoto von Pascal Waffenschmidt, Senior Security Consultant bei der carmasec.Schwarzweiss Porträtfoto von Pascal Waffenschmidt, Senior Security Consultant bei der carmasec.

Pascal Waffenschmidt

Security Consultant

Porträtfoto von Timm Börgers, Geschäftsführer bei der carmasec.Illustration eines Wookiee-Maskottchens auf einem goldenen Schutzschild

Timm Börgers

Managing Partner & Trusted Advisor

Content Snacks für deine Cybersecurity
Keine langen Slides, kein Monolog, sondern klare Antworten auf echte Fragen.

Netzwerk erweitern & mitdenken
Tausche dich mit IT- und Security-Expert:innen aus verschiedenen Branchen aus. Wenn du willst, lernst du beim offenen Austausch neue Perspektiven kennen oder bleibst fokussiert im Deep Dive.

 

Die Bewertung von Risiken ist die Grundlage jeder strategischen Entscheidung. Trotzdem erleben wir in vielen Unternehmen, dass IT-Risikomanagement als reine IT-Aufgabe betrachtet wird – ein Fehler, der nicht nur Effizienz kostet, sondern auch das Risiko erhöht, Standards wie ISO 27001, TISAX oder NIS 2 nicht zu erfüllen. IT-Risikomanagement ist ein gesamtorganisatorisches Thema, das alle Abteilungen betrifft und daher von der Geschäftsleitung gesteuert werden muss.

In diesem Artikel stellen wir dir unseren dreistufigen Ansatz zur Implementierung eines IT-Risikomanagements vor und zeigen dir, wie du Risiken systematisch managest und dein Unternehmen nachhaltig absicherst.

Was ist IT-Risikomanagement?

IT-Risikomanagement ist eine Methode, mit der Unternehmen:

  • Risiken wie Cyberangriffe, Datenschutzverletzungen oder Systemausfälle systematisch identifizieren, bewerten und behandeln,
  • Maßnahmen zur Einhaltung von Standards wie ISO 27001, TISAX, DORA oder NIS 2 priorisieren
  • und fundierte Entscheidungen treffen, die IT-Sicherheit und strategische Unternehmensziele verbinden

 

Die Vorteile eines funktionierenden IT-Risikomanagementsystems

Ein etabliertes IT-Risikomanagementsystem liefert klare Mehrwerte für Unternehmen und Führungskräfte:

  • Transparenz: Risiken werden sichtbar und für alle Mitarbeitenden verständlich.
  • Entscheidungsfähigkeit: Führungskräfte erhalten eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
  • Effizienz: Ressourcen werden gezielt eingesetzt, statt durch Aktionismus verschwendet.
  • Zukunftssicherheit: Unternehmen werden nicht nur gegen aktuelle Bedrohungen geschützt, sondern auch auf kommende Herausforderungen vorbereitet.

 

Warum ist IT-Risikomanagement eine Aufgabe für die Chefetage?

Ein IT-Risikomanagementsystem betrifft nicht nur die IT-Abteilung. Die Implementierung ist ein gesamt-organisatorischer Veränderungsprozess, der alle Abteilungen einbezieht und übergreifend verankert werden muss.

Deshalb verankern wir unseren Ansatz im Management:

  • Risikomanagement ist nicht nur Aufgabe der Geschäftsleitung als oberstem Risikoträger. Sie muss auf hoher Unternehmensebene angesiedelt sein, um effizient umgesetzt zu werden. Die aus der Risikobeurteilung abgeleiteten Maßnahmen haben oft abteilungsübergreifende Auswirkungen. Diese können nicht von einer Abteilung allein gelöst werden.
  • Die Einführung eines IT-Risikomanagements ist nur dann erfolgreich, wenn sie die unternehmensspezifische Kultur berücksichtigt.
  • Standards wie ISO 27001, TISAX, DORA und NIS 2 fordern klare Verantwortlichkeiten, die auf allen Ebenen des Unternehmens getragen werden.

 

Ein systematischer IT-Risikomanagementansatz für klare Ergebnisse

Führungskräfte stehen bei der Einführung eines Risikomanagement oft vor drei zentralen Fragen:

Welche Risiken sind für unser Unternehmen relevant? Wie lassen sich diese effizient und nachhaltig bewältigen? Welche Maßnahmen sind zwingend erforderlich und wie priorisieren wir sie?

Bei carmasec setzen wir auf einen dreistufigen Ansatz zur Implementierung eines IT-Risikomanagements. So können wir relevante Risiken frühzeitig identifizieren und gezielt behandeln.

1. Standortbestimmung und Zieldefinition

Im ersten Schritt analysieren wir die aktuelle Situation des Unternehmens:

  • Welchen IT-Reifegrad hat das Unternehmen und wie gut ist das bestehende Risikomanagement etabliert?
  • Welche Lücken (Gaps) bestehen in Hinblick auf Informationssicherheit und Datenschutz?
  • Wo stehen wir in Bezug auf regulatorische Anforderungen?

Im Rahmen eines Workshops entwickeln wir gemeinsam ein Zielbild, das den spezifischen Anforderungen des Unternehmens entspricht.

2. Maßnahmenplan und Priorisierung

Auf Basis der Analyse erstellen wir einen konkreten Umsetzungsplan:

  • Welche Risiken haben die höchste Relevanz und wie geht das Unternehmen damit um?
  • Welche Maßnahmen sind kurzfristig notwendig, welche langfristig sinnvoll?
  • Wie können wir mit minimalem Aufwand maximale Wirkung erzielen?

3. Implementierung und Verstetigung

Nach der Planung folgt die Umsetzung:

  • Einführung eines operativen Risikomanagements mit klaren Prozessen und Verantwortlichkeiten.
  • Schulungen und Trainings, um das gesamte Team einzubinden.
  • Bereitstellung von Tools und Dokumenten wie Risikoregister und Heatmaps, die die Entscheidungsfindung unterstützen.

Unser Ziel ist ein lebendiges Risikomanagement, das nicht nur die IT-Infrastruktur absichert, sondern auch andere Risikofelder wie Enterprise-Risiken oder Chancenmanagement integrieren kann.

Unser Angebot: Maßgeschneiderte Lösungen und Umsetzung auf Augenhöhe

1. Maßgeschneiderte Beratung statt „One Fits All“

  • Wir entwickeln für dein Unternehmen ein individuelles Zielbild, das präzise auf deinen spezifischen Anforderungen basiert.
  • Unsere Lösungen sind unternehmenskompatibel – wir berücksichtigen die Kultur und Arbeitsweise Deines Unternehmens.

2. Praktische Unterstützung statt reiner Theorie

  • Wir hören nicht bei Konzepten auf. Gemeinsam mit dir setzen wir Maßnahmen um und begleiten dich aktiv in der Praxis.

3. Interdisziplinäre Expertise

  • Unser Team bringt Fachwissen aus verschiedenen Bereichen ein, um auch komplexe Anforderungen abzudecken.
  • Durch unsere skalierbare Teamstruktur können wir dir jederzeit die benötigte Manpower und Expertise anbieten.

4. Von der Beratung bis zur sicheren Umsetzung: Unsere Kernkompetenzen

  • Unsere Kernkompetenzen reichen vom Informationssicherheitsmanagement über den Aufbau sicherer IT-Infrastrukturen und Cloud Security bis hin zu Angriffssimulationen und Penetrationstests. Für dein IT-Risikomanagement erarbeiten wir nicht nur die notwendigen Maßnahmen, sondern setzen diese direkt um und testen sie bei Bedarf auf ihre Wirksamkeit.

Fazit: Ein Instrument für verantwortungsvolle Unternehmensführung

IT-Risikomanagement ist weit mehr als ein technisches Werkzeug. Es ist ein strategisches Instrument, das Unternehmen hilft, Sicherheit und Effektivität zu verbinden. Gleichzeitig ermöglicht es Führungskräften, ihrer Verantwortung gerecht zu werden – sei es im Hinblick auf regulatorische Anforderungen, den Schutz der Organisation oder die Vermeidung persönlicher Haftung.

Mit unserem dreistufigen Ansatz fokussieren wir auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens – seien es regulatorische Vorgaben oder strategische Entwicklungsziele – und berücksichtigen die individuellen kulturellen Gepflogenheiten des Teams. Wir achten darauf, effiziente Prozesse zu implementieren und erleichtern Deinen Mitarbeitenden die Umstellung auf neue Prozesse mit intensiven Schulungs- und Trainingsmaßnahmen.

 

Frag unseren Experten Till Bormann

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie ein maßgeschneidertes IT-Risikomanagement dein Unternehmen stärken kann, steht dir unser Kollege und Senior Security Consultant Till Bormann gerne zur Verfügung.

Porträtfoto von Till Bormann, Senior Security Consultant bei der carmasec.
„Kunden beauftragen Fachexpertise und brauchen häufig aber systematische Problemlösungen“

Till, Bormann